Best Practice: Kelterei Walther GmbH & Co. KG

Die Kelterei Walther aus Arnsdorf bei Dresden arbeitet mit verschiedenen Social Media Kanälen, um sich nach außen zu präsentieren. Die Deutsche Welle gibt in ihrem Filmbeitrag einen kleinen Best Practice Einblick.

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Was ist ein Blog?

Was ist ein Blog? Welche Bestandteile hat ein Blog? So allmählich wird es Zeit, kurz zu zeigen, von was wir hier eigentlich reden. Viele können sich unter einem Blog oder Weblog überhaupt nichts vorstellen. In diesem kurzen Video werden die groben Bestandteile eines WordPress Blogs skizziert und anschaulich gemacht. Die Frage 'Was ist ein Blog?' wird hier auf einer ganz einfachen Ebene beantwortet. 

Da dieses Video mein Erstlingswerk hier in diesem Blog ist, möge man mir (noch) die fehlende Professionalität verzeihen.

Klassifizierung von Blogs

Ich möchte an dieser Stelle eine Klassifizierung der Weblogs vornehmen, um einen kleinen Überblick über die Materie zu erhalten. Einen Anspruch auf Vollständigkeit liegt mir fern, vielmehr versuche ich eine grobe und handhabbare Struktur in die Materie "Blogs" zu bekommen. 
 
 
Für diejenigen, die noch überhaupt nicht wissen, was sie sich unter einem Blog vorstellen müssen, hier ganz kurz: Was ist ein Weblog? Ein Weblog/Blog ist ein Online-Journal. Sie können sich auf einer bestimmten Internetseite einloggen und dort kurze Artikel eingeben. Inhaltlich bewegen sich diese Artikel zwischen Information, Stellungnahme und persönlicher Meinung. Auf Ihrer eigentlichen Webseite werden diese Artikel dann in umgekehrter chronologischer Reihenfolge veröffentlicht, die aktuellsten erscheinen also ganz oben, die älteren dann weiter unten. So wie eben auch in diesem Blog.
 
Sprechen wir über Blogs, begegnet uns über kurz oder lang der Begriff der Blogosphäre als Ausdruck der Gesamtheit aller Weblogs und ihrer Verbindungen untereinander. Dies geschieht technisch über – vereinfacht gesagt – gegenseitige Verlinkungen, sogenannte Pingbacks und Trackbacks (auf diese Begriffe komme ich in späteren Artikeln zu sprechen) sowie dafür spezialisierter Webseiten (bspw. Technorati). Inhaltlich sind damit eine Vielzahl von Communities zu einer Gesamt-Community zusammengeschlossen. 
 
Die Beziehungen untereinander sind durchaus nicht immer unproblematisch, wollen doch die sehr bekannten und seit Jahren etablierten Blogger häufig nichts mit den zahlreichen "Häkeln- und Tokio Hotel-Blogs"  zu tun haben. Sie sollten bei Ihren ersten Schritten, Kontakt mit anderen Blogs aufzunehmen daher mit einem gewissen Feingefühl vorgehen. Wenn Sie anfangen zu Bloggen wird es Ihnen bspw. nicht gelingen, einen Linktausch (gegenseitige Verlinkung) zu initiieren mit einem Blog, der schon seit Jahren etabliert ist und 10.000 Besucher im Monat auf sich zieht. Ebenso wenig wird unauthentische Kommunikation geschätzt, die aus einer bloßen Aneinanderreihung von Werbebotschaften besteht (geeignete Bloginhalte werden später behandelt). Ein Interview zu diesem Thema mit Dr. Jan Schmidt finden Sie bei politik-digital.de (siehe: Für die Mehrzahl wird Bloggen ein Hobby bleiben, Stand 05.12.2010). 
 
Für mich ist vor allem folgende Unterscheidung für eine Klassifizierung der Weblogs maßgebend:
  1. Private Blogs, die zum Beispiel ein privates Hobby zum Gegenstand haben, wie Angeln, Klettern, Fanblogs, Stricken, Kleintierzucht, usw.
  2. Freiberuflich orientierte Blogs, weiter unterteilbar in
    1. Blogs von freiberuflich Tätigen, die ihren Blog beispielsweise für ihr Personal Branding oder zur direkten Kundenakquise nutzen
    2. Blogs von Autoren, die sich mit ihrem Blog freiberuflich betätigen und bspw. von den Werbeeinnahmen leben, die der Blog generiert.
  3. Corporate- oder Unternehmensblogs von (hier) kleinen Unternehmen, die sich mit ihrem Blog frische Marketingimpulse versprechen
  4. Blogs von nichtkommerziellen Körperschaften
Meine Artikel beziehen sich somit in der Hauptsache auf die unter Punkt 3 und Punkt 2.1 genannten Blogs.
 
Einen etwas anderen Schwerpunkt setzt die Leipziger Blogstudie 2007 (zitiert nach http://www.einfach-persoenlich.de, Stand: 5.12.2010).
 
Diese unterscheidet vor dem Hintergrund Ihrer Untersuchung folgende Blogtypen für eine Klassifizierung:
  • Corporate Blogs
  • Private Blogs
  • Journalistische Blogs
  • Medienblogs
  • Fachblogs
Interessant bei den Ergebnissen dieser Studie ist das nachgewiesene hohe Maß an Vertrauen, das Leser Blogs prinzipiell entgegenbringen. Auch Corporate Blogs genießen dann ein hohes Maß an Vertrauen, wenn es den Autoren gelingt, authentisch zu sein und wertvolle Zusatzinformationen zu bieten. 
 
Blogs - Arten
Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de
 
Zum Abschluss will ich noch einige Blogklassen aufführen, die von Wikipedia genannt werden (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Blog, Stand: 5.12.2010), weil hier die ganze Vielfalt der Blogosphäre zum Ausdruck kommt:
 
Artblogs (mit künstlerischen Themen), Berufsblogs, Blogromane (mit Romantexten), Edublogs (Themenschwerpunkt Erziehung), Fashionblogs (Design, Mode), Funblogs, Joblogs, Krimiblogs, Metablogs (Sammlungen von Beiträgen anderer Blogs, helfen der Informationsflut im Internet entgegenzuwirken), Tumblelogs (Bilder, Aufsätze und Zitate werden veröffentlicht, die dem Autor beim Surfen im Internet aufgefallen sind), Watchblogs (einzelne Unternehmen werden kritisch begleitet, meist aus Verbrauchersicht, bspw. Bildblog.de), Reiseblogs, Placeblogs (Berichte aus einzelnen Regionen, Orten, Stadtteilen, wie bspw. http://www.pottblog.de/).

Blog erstellen

Bei mir hat es ganz bescheiden angefangen. Ich war Mitinhaber einer kleinen Computerwerkstatt und als Selbständiger ist man irgendwie immer auf der Suche nach neuen Aufträgen und kostengünstigen Werbemöglichkeiten. Eine wöchentliche Zeitungsanzeige brachte uns damals bis zu  zehn Kunden, sie kostete aber bereits so viel, wie wir durch fünf Kunden einnehmen konnten. Das reichte gerade so, um unsere Kosten zu decken, mehr aber auch nicht.
 
Also nahm ich die Idee aus einem kleinen Ratgeber auf und stellte unsere Firmenwebseite zu einem Weblog um. Ein Weblog oder kurz Blog kann für kleine Unternehmen und Freiberufler enorme Zugkraft bei der Kundenakquise entwickeln, man sollte aber den damit verbundenen Arbeitsaufwand auch nicht unterschätzen. Der Erfolg beim Blog erstellen war zunächst eher technischer Natur. Wollten wir neue Inhalte auf der alten Webseite veröffentlichen, konnten dabei auch schon mal gut und gerne eineinhalb Stunden vergehen. Ich musste ständig darauf achten, dass meine Textergänzungen nicht das Layout der Webseite zerhauen. Zugegeben war der Arbeitsplatz dafür auch nicht optimal eingerichtet, aber eineinhalb Stunden, das ist für einen Selbständigen eigentlich eine Katastrophe.
 
Mit WordPress, das ist die Software, die wir zum Blog erstellen eingesetzt hatten, war ein neuer Artikel in vielleicht zehn Minuten veröffentlicht. Ich war gelinde gesagt begeistert! Ich konnte mich einfach im Web auf einer Seite anmelden, legte einen neuen Artikel an und tippte darauf los, ohne mich großartig um Layout oder sonst irgendetwas kümmern zu müssen. Dann kamen die ersten Kommentare von Kunden unterhalb des Artikels und es entstanden – wenn auch im bescheidenen Rahmen – erste Diskussionen und Dialoge. So langsam begann ich zu ahnen, welche Möglichkeiten einem das Web 2.0  bieten kann …
 
Leider blieb damals der erhoffte Push auf unsere Umsatzzahlen größtenteils noch aus. Das hatte, wie ich heute weiß, mehrere Gründe. Mangelnde Stetigkeit und Geduld, das fehlende Wissen, wie Bekanntheit im Internet erreicht werden kann, zählen dazu. Ich nenne ein Beispiel: ich habe mir sehr viel Mühe gemacht und entsprechend Zeit investiert um die ersten fünf Artikel zu schreiben. Als ich dann sah, dass gerade einmal knappe zehn Besucher auf der Webseite waren, hat mich das damals unheimlich demotiviert mit gleichem Engagement weiter zu machen. Ein großer Fehler beim Blog erstellen, wie mir heute klar ist.
 
Tatsache ist, für die meisten von uns macht es relativ wenig Sinn, mit sehr viel Liebe und Mühe Artikel zu einem bestimmten Thema zu schreiben, wenn diese hinterher von fast keinem gelesen werden. Doch man kann einiges dafür tun, um im Internet seine Leser zu finden. Diese Erfahrung habe ich dann später in meinem privaten Blog gemacht. Irgendwann kommt ein Punkt, da spricht es sich fast wie von alleine herum, dass auf einer bestimmten Webseite sehr gute Inhalte zu finden sind. Haben Sie erst einmal viele regelmäßige Leser, die zu Ihren potentiellen Kunden gehören, so haben Sie alle Möglichkeiten, diese für Ihre Produkte zu gewinnen.
 
Ich möchte Sie gerne ein Stück weit hin zu Ihrem eigenen Blog begleiten und Ihnen dabei helfen, typische Anfängerfehler und – was oft noch wichtiger ist – falsche Einschätzungen gerade während der Anfangszeit zu vermeiden. Einen Blog, verknüpft mit Elementen der Social Media- und Web2.0-Sphäre, bietet das Potential viele Interessenten auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen (siehe auch: Handwerker suchen Fans für Facebook, Handwerksblatt.de, Stand: 28. November 2010). Facebook, Twitter, YouTube oder Xing sind heute in aller Munde.
 
Einen Blog zu erstellen kann etwas Wunderbares sein, ganz gleich ob Sie ihn gewerblich nutzen wollen, ob Sie einfach über Ihr Hobby berichten, ob Sie ein politisches oder soziales Anliegen bekannt machen wollen oder ob Sie nach neuen beruflichen Perspektiven Ausschau halten. Ich möchte mich hier auf Blogs für kleine und mittlere Unternehmen im Endkundensegment konzentrieren, weil mir das Thema nahe liegt. Insbesondere die kleinen Unternehmen unter zehn Mitarbeiter und Freiberufler haben in der Regel nicht das Werbebudget, um angemessen auf sich Aufmerksam zu machen.
 
Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen ein natürliches Bedürfnis haben, uns mitzuteilen. Heute sind wir vielleicht zum ersten Mal nicht mehr auf zentral dominierte Medien mit ihren oft üppigen Anzeigenpreisen angewiesen. Heute können wir unseren eigenen Blog erstellen.