Schreibstil

Es ist nun mal nicht jedem in die Wiege gelegt: Gerade Unternehmer eines kleinen Geschäfts sind oft eher die Praktiker, die gut anpacken können aber nicht unbedingt die besten Texte-Schreiber. Ich möchte Ihnen einige Tipps an die Hand geben, die Ihnen helfen sollen, einen lockeren und flüssigen Schreibstil in Ihren Blogbeiträgen zu entwickeln. 

Schreibstil
Foto: Bernd Kasper  / pixelio.de
 
Ich sage es Ihnen ganz ehrlich: ich habe oft meine liebe Not, Artikel ansprechend und unterhaltend zu formulieren. Ich habe in meinem Leben so um die sechzig Artikel für Blogs geschrieben. Wenn ich mir gerade meine ersten drei anschaue, so stehen mir heute die Haare zu Berge. Das Tröstliche: Sie werden mit der Zeit besser.
 
Einige einfache Grundregeln können wesentlich dazu beitragen.
  • Versuchen Sie nicht sich zu technisch auszudrücken. Sie schreiben nicht für ein hochspezialisiertes Fachpublikum, sondern für Herrn Maier und Frau Fricke von nebenan. Versuchen Sie einfach das, was Sie zu sagen haben einem kleinen, zwölfjährigen Jungen zu erklären. Dann wird alles gut. Fremdwörter schrecken Laien ab (Ja, meine Aufsätze sind auch nicht immer das beste Vorbild ;-)).
  • Versuchen Sie die Menschen ein bißchen zu fesseln und zu unterhalten. Viele Besucher klicken bereits nach wenigen Sekunden weg, wenn ihnen das Lesen zu anstrengend wird. Einen lebendigen Schreibstil entwickeln Sie bereits mit wenigen Änderungen.
  • Versuchen Sie passive Formulierungen zu vermeiden und drücken Sie etwas aktiv aus. "Sie ziehen den Faden durch die Öse" klingt erfrischender als "Der Faden wird durch die Öse gezogen". Ersetzen Sie wenn möglich Substantive mit Verben und sparen Sie nicht mit Adjektiven.  "Die Ankunft der neuen Druckmaschine wurde mit Applaus gefeiert" klingt nicht so gut wie "Unsere Mitarbeiter jubelten stürmisch, als sie die neue Druckmaschine sahen".
  • Wortwiederholungen im Absatz sollten Sie immer vermeiden. Mit http://www.openthesaurus.de finden Sie ein passendes Synonym zu fast jedem Ausdruck. Ich empfehle Ihnen außerdem, häufig Absätze zu machen und wichtige Schlüsselwörter im Absatz in Fettschrift darzustellen. Das macht das Lesen wesentlich angenehmer. Aufzählungen so wie hier sind auch ein adäquates Mittel. Lange, verschachtelte Sätze können Sie in mehrere kürzere aufteilen. 
  • Am Schluss sollten Sie unbedingt die Word Rechtschreibprüfung über den Text gehen lassen. Häufige Rechtschreibfehler führen dazu, dass man Sie als Experten allgemein in Frage stellt. Das wollen wir keinesfalls! Denken Sie daran, wenn Sie für Ihren Blog schreiben.
  • Später müssen wir noch dafür sorgen, dass Ihr Layout eine angenehm zu lesende Schriftart und Schriftgröße erhält. Denken Sie hiebei auch an die älteren Menschen, denen das Sehen nicht mehr so leicht fällt. So werden Sie einen schönen Artikel schreiben.
Es gibt Menschen (ich zähle leider nicht dazu), denen liegt es mehr, eine Audioaufnahme zu machen oder einen kleinen Film zu drehen. Davon können Sie in Ihrem neuen Blog rege Gebrauch machen! Die technischen Anforderungen sind hierfür wirklich nicht mehr so hoch und Videos werden von vielen viel lieber gesehen. 
 
Seien Sie abschließend nicht zu enttäuscht, wenn die ersten Blogbeiträge noch nicht so geschliffen klingen. Ich verspreche Ihnen: die Qualität kommt mit der Übung. Sie werden Ihren Schreibstil verbessern. Haben Sie erst einmal einige Artikel geschrieben, wird es Ihnen zunehmend leichter fallen.
 

Links: 

Schreiben fürs Internet: Eine Artikelserie von Barbara Frolik
 
10 Tipps für das Schreiben eines Blog Artikels
 
Texten im Internet: Diese Fragen müssen Sie beantworten
 
Texten im Internet: So werden die Inhalte gelesen
 
25 Dinge, die Du in sozialen Netzwerken niemals posten solltest
 
Wikipedia:Wie schreibe ich gute Artikel

2 Gedanken zu „Schreibstil“

  1. Sehr gute die Tipps. Ihr Schreibstil ist exzellent. Mit den Wortwiederholungen stimme ich Ihnen indes nicht zu. Ich finde es eher störend, wenn ein Schreiber versucht, eine Wortdopplung zu vermeiden, wenn es aber kein gutes Synonym gibt. Es kann sich der Sinn dadurch verändern oder unklar wirken.

  2. Vielen Dank für die Anmerkung. Na ja, das mag schon sein, dass die Hinweise nicht als “eiserne Gesetze” zu gelten haben. Ich spreche einmal nur von mir und ich bringe es schon mal fertig, beim Formulieren bestimmte Schlüsselwörter im Absatz mehrfach zu wiederholen. Da leistet ein Thesaurus dann doch wertvolle Dienste.

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